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- Sonst nichts

19. August 2010

Warmwasser: Kosten können Haushaltskasse belasten

Während in Zeiten hoher Energiepreise die Kosten für die Beheizung der Wohnräume von den meisten Menschen strikt überwacht werden, bleibt der Umgang mit Warmwasser häufig noch unkontrolliert.

Als vor einhundert Jahren das Wasser noch mühsam in Zubern zum Herd und dann zur Badewanne geschleppt wurde, war jeder Tropfen warmes Wasser kostbar. Heute funktioniert es so einfach: Wasserhahn auf, und schon sprudelt das Nass aus dem Hahn. Diese enorme Vereinfachung hat das Leben der Menschen nicht nur erleichtert, auch der Umgang mit der Ressource Wasser ist nachlässig geworden. Die gilt für das Warmwasser im Speziellen.

Doch ein Blick auf die Technik der Wassererwärmung kann Bares sparen, denn die Warmwassererzeugung braucht viel Energie, und das kann teuer werden. Grundsätzlich lassen sich zwei Arten der Warmwasserversorgung unterscheiden: Das Speichersystem und der Durchlauferhitzer. Beim Speichersystem wird Wasser erhitzt und in einem Behälter ständig warm gehalten. Dies hat den Nachteil, dass das Wasser in der Leitung zum Wasserhahn erkaltet und erst abfließen muss, bevor es warm nachläuft. Ein Durchlauferhitzer hingegen erwärmt das Wasser erst dann, wenn es entnommen wird, es fließt daher gleich warm. So ein Durchlauferhitzer kann mit Strom oder Erdgas betrieben werden. Kostengünstiger ist der Betrieb mit Erdgas. Ein weiterer Vorteil: Da die Verbrennung schadstoffarm ist, wird die Umwelt weniger belastet. Was für den jeweiligen Haushalt effizienter ist, hängt von den örtlichen Gegebenheiten ab und lässt sich am besten vom Fachmann klären.

Sehr einfach lassen sich die Kosten für warmes Wasser reduzieren, indem sparsam damit umgegangen wird. So verbraucht man beim Duschen weniger Warmwasser als bei einem Vollbad, und beim Zähneputzen lohnt es sich, den Wasserhahn zu schließen, anstatt es unbekümmert weiter plätschern zu lassen. Es kann sich auch auszahlen, die Warmwassertemperatur abzusenken. Das Wasser fließt dann nicht kochend heiß aus dem Hahn und muss natürlich auch nicht so hoch erhitzt und heiß gehalten werden. Es müssen nicht unbedingt die üblichen 70 Grad Celsius sein, etwas weniger tut es oft auch. Zu beachten ist dabei, dass die Temperatur des Warmwassers nicht unter 50 Grad abgesenkt wird, da sonst beim Duschen Legionellen-Bakterien aus dem Duschkopf ausgeschieden werden können.

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