Das Erreichen der jährlichen Erstattung der Lohnsteuer ist aufgrund des undurchdringlichen Steuerdschungels für viele Arbeitnehmer eine schwere Last, die zu Tragen oftmals so weit wie möglich nach hinten verschoben wird. Dabei versucht das Finanzamt, die Erstellung der Einkommenssteuererklärung so einfach wie möglich zu machen. Die Formulare sind zwar umfangreich aber ebenso umfangreich beschrieben. Die Beschreibung ist aber oftmals in der Fachsprache gehalten und für Laien wenig verständlich. Die elektronische Version der Formulare - die Software Elster - hilft da nur wenig weiter. Viele erreichen die Erstattung der Lohnsteuer durch eine abgeänderte Form der elektronischen Erfassung der Lebens- und Einkommensverhältnisse durch kommerzielle Software-Produkte, die im Vergleich zu Elster oft sehr viel umfangreichere Erläuterungen mit Beispielen enthält.
Diese Programme liegen preislich meist zwischen 20 und 50 Euro, sodass sie auch für den Arbeitnehmer der unteren Einkommensgruppen erschwinglich sind. Dennoch ist auch mit diesen Lösungen die Hürde der Einkommenssteuererklärung noch zu hoch und sie müssen sich mit einem Steuerberater behelfen. Das ist oftmals auch die beste Lösung, denn dieser kann die ihm gelieferten Daten sicherlich am effektivsten in die Steuer-Gesetzgebung einpassen, sodass an vielen Stellen sehr viel mehr Steuer gespart werden kann, als dies mit jeder Software der Fall wäre. Negativ ist nur, dass die Beratungskosten je nach Aufwand mit mehreren Hundert Euro zu Buche schlagen. Ob sich die Beratung am Ende rechnet, muss jeder für sich selbst herausfinden.
So wird man jedes Jahr aufs Neue seinen ganz individuellen Weg beschreiten, um das unliebsame Thema Steuer möglichst schnell und einfach abhandeln zu können, ohne dabei das Gefühl zu haben, dem Staat mehr Geld zu überlassen, als unbedingt notwendig ist. Ist die Erstattung der Lohnsteuer erst mal auf dem Konto, ist die Freude groß und die Vorsätze für das nächste Jahr ähnlich Besserung gelobend wie an Neujahr.